Es fand ein erfolgreicher erster Tierischer Thementreff zum Thema Silvester in meiner Praxis statt. In Teil I zum Wunschthema „Entspanntes Silvester für Mensch und Tier“ ging es vor allem um die Theorie. Anhand von Folien gab es zunächst eine Menge Fragestellungen dazu
wie man überhaupt die Ausgangssituation mit seinem Tier am besten bestimmt
wie man differenziert, ob es sich um eine Angst, Furcht oder gar Phobie handelt
aus welchen Parametern man ableiten kann, inwiefern ggf. sogar eine Verhaltenstherapie Sinn macht
Neben Therapie und Training ist das Management des Jahreswechsels besonders wichtig. Die Managementmaßnahmen haben u.a. das Ziel
die Reize in der Umgebung zu reduzieren
das Erregungsniveaus des Tiers zu reduzieren
bei stärkeren Ängsten die Reize „am Tier“ zu reduzieren
Welche Maßnahmen das sein könnten, wurde anhand von diversen Beispielen vorgestellt. Dazu gehört z.B. den heutigen Lieblingsort noch weiter aufzuwerten mit Sicht- oder Geräuschschutzmaßnahmen. Um ein Tier gerade in der doch stressigen Silvesterzeit aber nicht mit all zu vielen Veränderungen auch noch zu überfordern, macht es Sinn, jetzt schon mit solchen Veränderungen anzufangen. Und sollte man noch etwas von den vorgestellten Hilfsmittel für die Reduktion der Reize am Tier einsetzen wollen, so sind diese auch vorher noch zu kaufen, anzuprobieren und vor allem anzutrainieren.
Das Thema Körper- und Leinenarbeit kann mit unterstützen, ein Tier mehr in seine Balance zu bringen und somit die Stresstoleranz zu verbessern. Dazu wird es im Teil II noch praktische Übungen geben.
Stress kann auch durch die Fütterung und durch Futterergänzungsmittel mit beeinflusst werden. Sollten Anpassungen nötig sein, um das Tier zu stabilisieren, so ist auch frühzeitig damit anzufangen. Auch pflanzliche Präparate, homöopathische Mittel oder Aromen, die man an Silvester einsetzen will, sollten zuvor ausprobiert werden, was Dosierung und Verträglichkeit betrifft.
Zum Abschluss wurden auch noch die schulmedizinischen Therapeutika vorgestellt, die meist bei schwierigeren Fällen zum Einsatz kommen. So ist von Acepromazin generell abzuraten.
In Teil II wird es dann praktisch, wenn es um die Beruhigung unserer tierischen Begleiter geht.
Auf Anfrage wird Teil I auch nochmal eingeplant im Dezember.